HR10: Wenn HR vom Verwalten ins Gestalten kommt

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Bei „HR10 – Zehn Expert:innen. Zehn Themen. Unzählige Möglichkeiten“ standen aktuelle Fragen rund um Personal, Führung und Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt.

Wie beeinflusst KI die Personalarbeit? Welche Aufgaben können automatisiert werden – und welche Rolle muss der Mensch auch in Zukunft übernehmen? Mit diesen Fragen startete HR10 in zwei Fishbowl-Runden.

In der Diskussion wurde deutlich, dass es beim Einsatz von KI zunehmend um das „Wie“ und weniger um das „Ob“ geht. Technologie kann bei operativen Aufgaben entlasten. Gleichzeitig gewinnen menschliche Fähigkeiten wie Urteilsvermögen, Kommunikation, Klarheit und Führung an Bedeutung. Managementprozesse können durch Methoden und Technologie unterstützt werden – Leadership und persönliche Beziehungen bleiben jedoch wesentlich menschlich geprägt.

Damit eröffnet KI für HR auch eine Chance: Fallen administrative Aufgaben weg, kann mehr Zeit für strategische Themen, Personalentwicklung und echte Begegnungen entstehen. Gerade vor dem Hintergrund von Homeoffice, Digitalisierung und zunehmend automatisierten Abläufen braucht es bewusst geschaffene Räume, in denen Menschen miteinander in Kontakt kommen.

Von der Verwaltung zur Gestaltung

Ein zentrales Thema war die Frage, wie HR eine stärkere gestalterische Rolle im Unternehmen übernehmen kann. Dafür braucht es Klarheit darüber, welche Themen tatsächlich relevant sind, welche Maßnahmen umgesetzt werden und welchen Beitrag sie zu den Unternehmenszielen leisten.

HR muss dabei nicht jede Wirkung unmittelbar messbar machen. Hilfreich ist jedoch, eine Brücke zwischen Personalmaßnahmen und betrieblichen Kennzahlen zu schaffen. Gleichzeitig gilt: Die passenden Kennzahlen und Instrumente unterscheiden sich je nach Unternehmen. Ein Konzern hat andere Voraussetzungen als ein Familienbetrieb oder ein kleines beziehungsweise mittleres Unternehmen.

Gerade in kleineren Betrieben gibt es häufig keine eigene HR-Abteilung. Personalthemen müssen deshalb praktikabel und in kleinen Schritten gedacht werden. Entscheidend ist, zuerst jene Herausforderungen anzugehen, die für den jeweiligen Betrieb den größten Unterschied machen können.

Zehn Themen im direkten Austausch

Im zweiten Teil von HR10 rückte der persönliche Austausch in den Mittelpunkt. Zehn Expertinnen und Experten standen an eigenen Thementischen für Gespräche zur Verfügung. Die Teilnehmenden konnten Fragen aus ihrem betrieblichen Alltag einbringen und sich individuell mit den Fachleuten austauschen.

Beim anschließenden Netzwerken wurden die Impulse aus den Fishbowl-Runden und den Einzelgesprächen weiter vertieft. So verband HR10 aktuelle fachliche Fragen mit konkreten Lösungsansätzen und persönlichem Erfahrungsaustausch.

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