Trendumkehr gelungen – Regionales Engagement zahlt sich aus!

Werfen wir einen Blick in`s Jahr 2000. Expert*innen stellen damals der Oststeiermark kein allzu gutes Zeugnis aus. War die Entwicklung bis zum Jahr 2000 schon nicht allzu berauschend, so lautete nun die Prognose „Die Oststeiermark steuert auf eine negative Entwicklung zu. Die Bevölkerungszahlen mit all den damit verbundenen Auswirkungen werden in den nächsten Jahrzehnten negativ ausfallen.“

Wir als Regionalentwickler*innen wissen, was solch eine Prognose bedeutet. Weniger Bevölkerung bedeutet weniger Familien, weniger Familien bedeuten weniger Kinder und weniger Kinder bedeuten letztendlich Schließungen von Einrichtungen der Daseinsversorgung im ländlichen Raum (z.B. Schulen, Post, Nahversorgung, u.a.).

Wir haben uns nun die Mühe gemacht, und diese Prognose aus dem Jahr 2000 nach knapp 20 Jahren etwas genauer unter die Lupe genommen. Sind die Prognosen tatsächlich so eingetroffen, hatten die Expert*innen recht oder ist doch alles anders gekommen.
Den Zeitraum 20 Jahre haben wir deshalb gewählt, weil dieser ziemlich genau mit dem Start der Regionalentwicklung in der Oststeiermark übereinstimmt.

Die gute Nachricht vorweg: es ist letztendlich alles, im positiven Sinne, anders als vorhergesagt gekommen! Dazu haben viele fleißige Oststeirer*innen, Unternehmer*innen, Organisationen und Vertreter*innen der oststeirischen Gemeinden wichtige Beiträge geleistet. Und auch die Regionalentwicklung Oststeiermark hat ihren, nachweislich sehr wichtigen Beitrag dazu beigetragen. Somit ist eine wichtige Schlussfolgerung zulässig die lautet „abgestimmte und zielstrebige Regionalentwicklung funktioniert – Engagement zahlt sich aus!“ Und die vorliegenden Zahlen untermauern das.

Zahlen sagen oft mehr als 1000 Worte:
Im Jahre 2000 wurde uns ein Bevölkerungsrückgang von -0,56% prognostiziert. In der Realität hatten wir jedoch einen Bevölkerungszuwachs von 2,12%, was real ein Wachstum von 2,69%, und in Zahlen 4.762 mehr Oststeirer*innen bedeutet.
Spitzenreiter in der Bevölkerungsentwicklung ist der Steirische Zentralraum, dort wurden die prognostizierten 4,89% sogar um 13,27% auf 18,15% überschritten. Steirisches Schlusslicht ist die Südoststeiermark/Vulkanland, dort wurden -2,18% prognostiziert, tatsächlich betrug der Bevölkerungsrückgang sogar-2,48%.

Im selben Zeitraum hat sich natürlich auch die Arbeit der Regionalentwicklung kontinuierlich weiterentwickelt. „Waren wir anfänglich für die Abwicklung unterschiedlicher Förderprogramme in der Region verantwortlich, so können wir nach 20 Jahren durchaus mit Stolz festhalten, dass Regionalentwicklung seit 2018 ein gesetzlicher Auftrag, den wir mit Freude erfüllen, geworden ist!“
so LAbg. Hubert Lang als Vorsitzender der Region Oststeiermark.

Der wesentliche Unterschied zu so manch anderen Organisationen (z.B. Leader) in der Region besteht darin, dass der Auftrag und die Organisationsform nicht auf Freiwilligkeit, sondern auf einer klaren gesetzlichen Grundlage besteht. Konkret heißt das, die Regionalversammlung (vergleichbar mit einem Gemeinderat) und der Regionalvorstand (vergleichbar mit einem Gemeindevorstand) haben nun alle maßgeblichen Instrumente um auch langfristige Entwicklungsprozesse einzuleiten und abzuwickeln.

„Das Modell der steirischen Regionalentwicklung ist einzigartig in Österreich und die gute Arbeit in den steirischen Regionen hat letztendlich auch zu dieser gesetzlichen Verankerung geführt!“
Horst Fidlschuster (GF Regionalentwicklung Oststeiermark)

 

Die Regionalentwicklung aus Sich des Regionalressorts des Landes:

„Die Oststeiermark nutzt die Chancen und Möglichkeiten des neuen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes besonders aktiv und ist eine Vorzeigeregion bei der Umsetzung innovativer Regionaler Projekte!“
DI Harald Grießer (Leiter der Abteilung für Landes- und Regionalentwicklung, Land Steiermark)

Wir blicken in eine positive Zukunft!
Bei der am 19. August 2019 stattgefundenen Vorstandsklausur wurden bereits die Weichen für die nächsten Jahre gelegt. „Es hat sich eine Zielsetzung ganz klar herauskristallisiert“, so LAbg. Hubert Lang „wir müssen all unser Handeln noch stärker dem Klimaschutz unterordnen.“ Bisherige Maßnahmen wie der Ausbau von Radwegen, die Umsetzung eines oststeirischen Sammeltaxisystems (Anmerkung: Start Anfang 2020) oder der Ausbau von 3 Multi-Modalen Verkehrsknoten weisen ja bereits in die richtige Richtung. Künftig wird die Oststeiermark zum Leben, Wirtschaften und Genießen den Fokus noch stärker auf das Thema Standortmanagement, den Themenkomplex Wohn- und Lebensorten und Tourismus legen. Aber ganz klar unter dem Aspekt eines breiten Klimaschutzes!

Zitate:

„Waren wir anfänglich für die Abwicklung unterschiedlicher Förderprogramme in der Region verantwortlich, so können wir nach 20 Jahren, durchaus mit Stolz festhalten, dass Regionalentwicklung seit 2018 ein gesetzlicher Auftrag, den wir mit Freude erfüllen, geworden ist!“
LAbg. Hubert Lang (Vorsitzender Region Oststeiermark)

„Das Modell der steirischen Regionalentwicklung ist einzigartig in Österreich und die gute Arbeit in den steirischen Regionen hat letztendlich auch zu dieser gesetzlichen Verankerung geführt!“
Horst Fidlschuster (GF Regionalentwicklung Oststeiermark)

 

Die Regionalentwicklung aus Sicht des Regionalressorts des Landes:
„Die Oststeiermark nutzt die Chancen und Möglichkeiten des neuen Landes- und Regionalentwicklungsgesetzes besonders aktiv und ist eine Vorzeigeregion bei der Umsetzung innovativer Regionaler Projekte!
DI Harald Grießer (Leiter der Abteilung für Landes- und Regionalentwicklung, Land Steiermark)