Die Stimme junger Menschen muss gehört werden

Um aktive kommunale Jugendpolitik betreiben zu können, bedarf es Rahmenbedingen – es braucht einen „Kümmerer“ und ein klares Bekenntnis im Gemeinderat. Alle Entscheidungsträger*innen müssen gemeinsam an Visionen und Zielen feilen, da Jugend beinahe alle Themen betrifft. Um Ideen entwickeln zu können, muss man den aktuellen Stand der Dinge kennen und sich danach die Frage stellen: „Wie sieht die optimale Situation für junge Menschen in Zukunft in unserer Gemeinde aus?“. Diese Fragestellung muss auf allen Ebenen diskutiert werden, mit Jugendlichen selbst, mit Organisationen, Schulen, Vereinen, uvm. Um ein visionäres Ziel zu erreichen, bedarf es einer guten Planung und Koordination innerhalb der Kommune. „Alle Aktivitäten sollen nicht für sondern mit Jugendlichen geplant und realisiert werden!“ Es zahlt sich aus Jugendliche mitreden zu lassen, denn so können Fehlplanungen vermieden werden, das Engagement junger Menschen gefördert werden, das demokratische Verständnis steigt, Identifikation mit der Gemeinde wird gestärkt, die Belange von Kindern und Jugendlichen werden nicht übersehen und viele weitere Gründe sprechen dafür.

Planung – Rahmenbedingungen auf strategischer Ebene

Eine strategische Planung zur Klärung der Rahmenbedingungen ist wesentlich für eine gelingende zukünftige Umsetzung kommunaler Jugendpolitik.

Wie erreichen wir unser visionäres Ziel?

  • Verantwortungsträger in der Gemeinde festlegen (z.B.: Obmann Jugendausschuss)
    • Koordination der Planung und Umsetzung
    • Ansprechperson für Jugendthemen
    • Drehscheibe für dieses Thema innerhalb der Gemeinde
    • Information & Beratung
    • Unterstützung durch MitarbeiterInnen des Gemeindeamts ist notwendig
  • Wer kann beim gesamten Prozess helfen/mitarbeiten? – Partner?
    • Vereine (z.B.: Landjugend, katholische Jugend, Pfandfinder, Musikvereine, …)
    • Blaulichtorganisationen (Polizei, Rettung, Feuerwehr)
    • JugendzentrumsmitarbeiterInnen
    • Schule
    • Kindergarten
    • Elternvereine
    • Soziale Einrichtungen
    • Engagierte Einzelpersonen
    • Pfarre
  • Mit den Partnern in der Gemeinde sollte ein regelmäßiger Austausch und somit eine Vernetzung und Zusammenarbeit gepflegt werden. Dies kann z.B. in Form von regelmäßigen Treffen passieren. Als Beispiel kann hier ein sogenannter „Runder Tisch der Jugendarbeit“ angeführt werden, dabei treffen sich alle Akteure in einem fixen Rhythmus, wobei das Treffen immer bei einer Organisation stattfindet.
  • Erstellung eines Arbeitsprogrammes mit Schwerpunkten
    • Aufbauend auf die Analysen und Bedarfserhebungen
    • Gemeinsam mit den „Partnern“ und möglichen Verantwortungsträgern für die unmittelbare Umsetzung (z.B.: Vereinsobmann, LehrerInnen, JugendzentrumsmitarbeiterInnen,… )
    • Abstimmung mit dem Gemeinderat – kommunale Jugendpolitik soll von allen mitgetragen und mitgedacht werden
    • Ausstattung des Arbeitsprogrammes mit zeitlichem Rahmen für die Umsetzung
    • Planung von klaren Verantwortungsträgern für die Umsetzung (hierbei kommen alle „Partner“ in Frage)
  • Planung der finanziellen Mittel
    • Für die Schaffung von Rahmenbedingungen und Infrastruktur
    • Für die Umsetzung des Arbeitsprogrammes
    • Eventuell Schaffung eins Budgettopfes für Jugendprojekte durch Jugendliche selbst – eine Förderung seitens der Gemeinde für Jugendliche
  • Regelmäßige Evaluierung der Ziele lt. Arbeitsprogramm
    • Schafft Verbindlichkeiten
    • Sorgt für Nachhaltigkeit
    • Abgerundet wird das Erreichen der Vision durch ein Informations- und Kommunikationskonzept, denn die Bevölkerung und vor allem die direkte Zielgruppe – die Jugendlichen – müssen von den Bemühungen der Gemeinde erfahren.

Mögliche Informations- und Kommunikationskanäle:

  • Gemeindezeitung (z.B.: die Doppelseite exakt in der Mitte ist für jugendrelevante Themen reserviert)
  • Homepage
  • Facebook
  • Whatsapp (z.B.: Erstellung einer Broadcast-Liste, hierbei können nur berechtigte Personen Informationen für alle zur Verfügung stellen, Einträge von Einzelpersonen gehen direkt an den Administrator als Nachricht)
  • APP für die Gemeinde (z.B.: Gemeinde24)
  • Flugblätter (z.B.: Verteilung in Schulen oder Kindergärten)
  • Plakate in Schaukästen und Jugendlokalen